Als die Kämpfe begannen

Es macht mich traurig, wenn ich sehe, wie Gemeinden innerlich oder äußerlich verfallen, wenn Christen gegen Christen hetzen. Wir haben die beste Botschaft der Welt und drehen uns oft genug imm Kreis. Diese Langeweile wird gefüllt werden, oft mit Erbsenzählen oder stundenlangen Diskussionen darüber, welche Farbe die neuen Häkelgardinen bekommen sollen.
Heute habe ich entdeckt, dass das alles scheinbar tief in unseren Genen verankert sein muss. Eusebius beschreibt im 3. Jahrhundert n.Chr. die Situation der Christen in Cäsarea. Er redet davon, dass Christen unglaublich angesehen waren im Volk und immer mehr Menschen zu den Gottesdiensten kamen.

Dann aber geschah es:

“Deswegen begnügten sie sich keineswegs mehr mit den vor Zeiten errichteten Gebäuden, sondern erbauten in allen Städten von den Fundamenten an weiträumige Kirchen. Aber aufgrund der immer größeren Freiheit veränderten sich unsere Angelegenheiten in Richtung auf Hochmut und Trägheit.
Wir wurden aufeinander bitter eifersüchtig und bekämpften uns gegenseitig beinahe, wenn sich die Gelegenheit bot, mit Waffen und Speeren, die aus Worten geschmiedet waren.”

Es scheint zu stimmen: Erst gestalten wir unsere Gebäude, dann gestalten unsere Gebäude uns. Freiheit führt nicht automatisch dazu, Kreativität freizusetzen, sondern macht uns eher träge und hochmütig.

Wir brauchen in Europa keine neue Christenverfolgung, um aufzuwachen, aber vielleicht hilft es uns, wenn wir uns mehr mit der Situation von Christen auseinander setzen, die nichts mehr haben und verfolgt werden, um zu verstehen, was für ein Reichtum uns anvertraut wurde.

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