“In jeder Kirche existiert etwas, das früher oder später gegen den Zweck arbeitet, für den sie ins Leben gerufen wurde. Deswegen müssen wir, durch die Gnade Gottes, sehr hart daran arbeiten, die Kirche immer wieder an der Mission auszurichten, die Gott ihr ursprünglich anvertraut hat.”

C.S. Lewis

Brother in arms

Ich habe gerade nach über 20 (?) Jahren zum ersten Mal wieder „brother in arms“ gehört. Nach wie vor eine ganz große Nummer, die mich begeistert, aber vor allem emotional nach wie vor herausfordert. Ich verbinde damit ein paar Situationen in meinem Leben, die hier nicht hingehören. Als ich vorhin den Titel gehört habe, musste ich aber auch an einige Menschen denken, die wirklich wie Brüder und Schwestern für mich waren. Leider waren, denn es gab in der Zwischenzeit einfach zu viele Gräber, zu viele geschlossene Umzugswagen und verletzende Momente, die unseren Freundschaften die Tiefe genommen haben.

Erstaunlich, wie weh manches davon immer noch tut, selbst wenn Jahre dazwischen liegen. Mag sein, dass die Zeit ein paar Wunden heilt, aber mit Sicherheit nicht alle. Narben gehören zu einem echten Leben einfach dazu und auch das Gefühl von Verlassenheit und Einsamkeit.

Einsamkeit.

Ich weiß nicht mehr, wer das war, aber jemand meinte einmal, dass du letzten Endes im Leben immer alleine bist. So ganz glaube ich ihm das nicht, aber ich weiß ganz sicher eins:

Den letzten Weg, den ich einmal gehen werde, muss ich tatsächlich alleine gehen,
aber dort, wo ich hinkomme, werde ich nicht einsam sein.
Ich werde verbunden sein mit meinen Brüdern und Schwestern,
mit meinem Vater und meiner Mutter,
aber vor allem mit dem Einen,
der sein Leben für mich gab,
damit ich lebe.

Gemeinde

Wenn ihr euch einmal in unterschiedlichen Gemeinden in Deutschland umschaut, dann werdet ihr schnell sehr viel Frust und Angst entdecken.

Viele Gemeinden werden immer kleiner. Manchmal nehmen schlicht und ergreifend die Mitgliederzahlen ab, manchmal schrumpfen die Gottesdienstbesucherzahlen und manchmal sind es auch nur die Zahlen der ehrenamtlichen Mitarbeiter.

Andere sind davon frustriert, dass nur noch wenig Menschen zum Glauben finden. Echte tiefgehenden Bekehrungen, wie wir das von früher kennen, scheinen eine echte Seltenheit zu werden.

Manche sind darüber frustriert, dass ihre Gemeinde offensichtlich immer weniger Geld hat, weil immer weniger gespendet wird.

Die Volkskirche ist schon lange keine Kirche mehr für das Volk. Wenn es gut läuft, dann noch höchsten für ein bestimmtes Milieu, aber von einem Großteil der Bevölkerung wird sie nicht mehr wahrgenommen.

Die Kirche steht noch im Dorf, aber sie ist verschlossen, weil niemand mehr hingeht.

So ein Bild frustriert.

Es macht Angst und es stellt sich schnell die Frage, wie die Gemeinde Jesu morgen aussieht, wenn es überhaupt ein Morgen gibt.

Vielleicht ist es ja doch dran, auszusterben. Zumindest in Europa.
An dieser Stelle entdecke ich immer wieder einmal Christen, die gerne etwas sagen, das mit „Man müsste einfach nur …“ beginnt.

Man müsste einfach nur mal wieder zur richtigen biblischen Lehre zurückkehren.
Man müsste die Gottesdienste nur mal für Besucher attraktiver machen.
Man müsste seinen Leuten nur endlich mal wieder klar sagen, wo es lang geht.
Man müsste nur mal die Ressourcen, die wir haben, richtig nutzen, unsere Gebäude, die Technik und all das andere.
Man müsste nur mal eine bessere, klarere Leitungstruktur einführen.

Dann, ja, dann wird bestimmt alles wieder gut.

Lasst uns einmal für einen Augenblick ein paar Jahrhunderte zurückschauen.

Im Jahr 100 gab es schätzungsweise in Europa, Asien und Afrika zusammen rund 25.000 Christen. Nur damit wir was mit der Zahl anfangen können: Marburg hat rund 75.000 Einwohner.

Die nächsten 200 Jahre werden für die Gemeinde sehr turbulent sein.

Der Staat wird viel Druck auf die Christen ausüben. Wenn es mal gut läuft, wird man die Gemeinde tolerieren, im schlimmsten Fall wird man sie blutig verfolgen.

Es gibt auch für die nächsten 200 Jahre keine klare, einheitliche und von Irrlehren befreite biblische Lehre. Das Neue Testament wird in dieser Zeit erst entstehen.

Lehren, Irrlehren und irre Lehren werden nebeneinander exsitieren und zum geistlichen Alltag der Gemeinden gehören.

Es gibt keine Kirchen. Man hat ein paar Versamlungsräume gefunden, aber das waren fast immer umgebaute Wohnhäuser.

Es gibt keine theologischen Hochschulen, keine akkreditierten Ausbildungstätten.

Vermutlich gibt es noch nicht einmal einheitlichen Gottesdienst- und Gemeindeordnungen.

Wie hoch würdet ihr die Chance einschätze, dass eine Kirche überleben kann,

die so klein und unbedeutend ist, dass sie kaum ins Gewicht fällt
die vom Staat verfolgt wird
deren Lehre uneinheitlich ist
die sich in ihrer Lehre nur auf einzelne, nicht autorisierte Schriftstücke berufe kann
die noch nicht mal ein richtige Gebäude besitzt
und wo jede einzelne Gemeinde sich selbst organisieren muss

Wie viele Jahre würdet ihr so einer Kirche noch geben?

10, 20, 50 Jahre?

Man schätzt, dass die Zahl der Christen im Jahr 300 auf über eine Million angewachsen ist. Und das, obwohl sich die äußeren Umstände nicht wirklich verändert haben.
Erstaunlich, oder?

Von 25.000 auf 1 Million gewachsen in nur 200 Jahren.

Was haben sie angestellt, dass sie zahlenmäßig so explodiert sind?

Es waren nicht die äußeren Umstände, denn die waren katastrophal
Es war nicht ihre Bibeltreue, denn es gab keine Bibel

Offen gesagt habe ich auf die Frage, was sie damals gemacht haben, noch keine wirkliche Antwort. Ich habe ein paar Vermutungen, aber mehr auch nicht.

Was ich aber weiß dass ist das hier: In der Gemeinde Jesus wirkte damals offensichtlich eine gewaltige Kraft. Eine Kraft, die in einer schwachen Bewegung mit durchschnittlichen Menschen sehr mächtig war.

Eine Kraft, an der sichtbar wird, dass Gemeinde kein Verein von religiös Interessierten ist, sondern Leib Christi.

Und das ist auch der Grund, warum ich mich weigere, resigniert auf die Gemeinde Jesu in der Gegenwart zu schauen.

Ich weigere mich zu denken, dass wir in Europa vom Aussterben bedroht sind.

Ich weigere mich, in das Lied derer einzustimmen, die davon überzeugt sind, dass es mit uns immer nur schlimmer werden und immer weiter bergab gehen wird.

Weil ich davon überzeigt bin, dass Jesus nach wie vor in und durch seine Gemeinde wirken will und wirken wird.

Darum sehe ich es auch als richtig an, hier zu träumen.

Davon, dass wir uns wieder und wieder neu dieser ursprünglichen Kraft Gottes aussetzen und uns wirklich nur von Jesus abhängig machen und nicht von Gebäuden, den richtigen Veranstaltungen oder vom Geld.

Ich träume davon, dass wir uns niemals von den äußeren Umständen beeindrucken lassen, weil wir darauf vertrauen, dass Jesus tatsächlich der Herr ist.

Ich träume davon, dass durch uns Menschen zum Glauben an Jesus Christus kommen, sie in ihren Seelen gesund und zu Menschen werden, die mit ihrem Leben und ihren Worten anfangen Gott zu ehren.

Christian Wulff

Ich habe mir gerade die Rücktrittserklärung unseres Präsidenten angehört und versuche aus dem schlau zu werden, was da passiert ist.
Sicher, er hat Fehler gemacht und scheinbar hat er in seiner Rolle als Ministerpräsident Menschen Vorteile eingeräumt. Ich würde den Ärger und den Druck auch verstehen, der auf ihn ausgeübt wird, wenn wir in einer anderen Kultur leben würden. In einer Kultur, in der man nicht über die lacht, die selbst bei der Steuererklärung bei der Wahrheit bleiben, wo der Ehrliche nicht der Dumme ist und wo nicht ständig danach geschaut wird, wie man dafür sorgt, jeden auch noch so kleinen Vorteil für sich zu nutzen.

Ich würde den Protest verstehen, wenn Menschen, die unser Land führen danach ausgesucht und beurteilt werden, ob sie tatsächlich unserem Land dienen wollen, statt danach, ob sie unterhaltsam sind und die Steuern senken.

Christian Wulff ist sich sicher, dass die Vorwürfe, die man ihm macht, restlos aufgeklärt werden, aber ganz ehrlich: Wer will das denn jetzt noch? Ist das denn jetzt noch nötig?
Kann es sein, dass es gar nicht um Ehrlichkeit und Neutralität ging, sondern vor allem um die Kritik an der Institution des Bundespräsidenten? Darum, es „denen da oben“ mal wieder gezeigt zu haben und darum, mal ein wenig Macht zu fühlen?

Den alten Vorschlag von Jesus, dass derjenige, der ohne Schuld ist, den ersten Stein werfen soll, finde ich gerade in diesem Zusammenhang immer noch unübertroffen gut.

Barmherzigkeit.
Vergebung.

Sklaverei

Vor ein paar Tagen habe ich einen sehr leidenschaftlichen Vortrag von Christine Caine auf einem Kongress gehört. Sie ist Gründerin der A21 Campaign, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Menschen aus der Sklaverei zu befreien. Richtig. Sklaverei. Selbst im 21. Jahrhundert mitten in Europa ist das leider ein Thema. Ich weiß, nicht jeder kann sich überall engagieren, aber vielleicht ist das dein Thema, das dein Herz bricht.

Von Schöpfern, Giftmischern und Gewohnheitstieren

Oft höre ich Sätze: „Die Gemeinde müsste mal …“ oder „Unsere Gemeinde ist so und so“ und nicht selten dreht sich mir dabei der Magen zumindest etwas zur Seite. Denn es gibt nicht „die Gemeinde“, sondern sie besteht eben aus ganz unterschiedlichen Menschen und nicht aus einer einheitlichen Masse.

Allerdings sehe ich dabei doch auch immer mal Menschen, die sich durchaus in typische Gruppen zusammenfassen lassen. Sehr schlicht und damit sehr übersichtlich finde ich dabei den Ansatz Gordon MacDonald. Er sieht in einer durchschnittlichen Gemeinde nur diese 3 Gruppen von Menschen:

  1. Die Generativen
  2. Die Toxischen und
  3. Die Habituellen

In seinem Buch: Ich will meine Gemeinde zurück skizziert er diese einzelnen Gruppen. Ich habe diese Punkte teilweise von ihm übernommen und ergänzt. Manches auch einfach weggelassen. Das hier ist also so ein MacDonald-Piechottka-Ding.

MacDonald beginnt mit den Generativen 

  1. Sie tragen ihre Bestimmung in sich. Sie haben begriffen, warum und wozu es ihre Gemeinde vor Ort gibt, welche Ziele sie erreichen will. Wenn man ihnen die Frage stellt: „Was würde deinem Ort fehlen, wenn es deine Gemeinde nicht mehr geben würde?“, dann könnten sie das beantworten.
  2. Sie denken und arbeiten gerne synergetisch. Sie spüren es, dass sie sich gegenseitig brauchen, sehen sich nicht als Konkurrenten der guten Ideen, sondern denken miteinander und arbeiten füreinander, weil sie wissen, dass sie miteinander ein viel größeres Ziel erreichen können, als nur jeder für sich. Nicht nur deswegen sind sie von Gemeinde begeistert.
  3. Menschen wachsen geistlich in dieser Gruppe. Sie sind eher bereit, Grenzen zu überschreiten und sich stärker von Gott abhängig zu machen. Das fordert ihren Glauben heraus und weckt ihren Wunsch, dazu zu lernen. Sie vertrocknen nicht auf irgendwelchen einzementierten Standpunkten, sondern sie sind ständig in Bewegung.
    Sie sind dabei bereit, voneinander zu lernen und aufeinander zu hören.
  4. Sie haben keine Angst vor Konflikten. Sie lieben sie auch nicht, aber sie möchten das, was die blockiert und angreift, eben nicht unter den Teppich kehren, sondern aus der Welt schaffen. Dadurch wachsen sie enger zusammen.
  5. Andere Menschen werden von ihnen inspiriert. Generative Menschen oder Gruppen sind für andere ansteckend und anziehend.

Mal eine Zwischenbemerkung: Mir ist klar, dass MacDonald hier ein Ideal aufmalt, aber vielleicht sollten wir es eher als Modell verstehen, bei dem viele Details und Ausnahmen einfach einmal weggelassen werden, um die Übersicht zu behalten.

Die zweite Gruppe, die er nennt, das sind die toxischen Menschen oder Gruppen einer Gemeinde. Also die Nöhler und Nörgler, die Dauerbremser. Typisch für sie:

  1. Sie machen ihre Nähe zur Gemeinde davon abhängig, was für sie dabei herausspringt, wenn sie kommen oder wenn sie sich einbringen.
  2. Ihre Grundstimmung liegt irgendwo zwischen negativ und schlecht. Sie haben immer etwas zu kritisieren und sind misstrauisch der Leitung und neuen Ideen gegenüber.
  3. Sie schaffen es oft, dass sich die Gemeinde um sie dreht, statt um ihre eigentlichen Aufträge. Man versucht ständig, es ihnen recht zu machen, sie wieder zu gewinnen und ihre Probleme zu lösen.
  4. Oft zerstören sie Menschen. Hauptamtliche verlieren in ihrer Nähe nach und nach Kraft und Begeisterung. Allein mit ihren Blicken und ihrer Körperhaltung rauben sie jedem halbwegs begeisterten Mitarbeiter jeden Mut und jede Form von Energie. Und manchmal triumphieren sie darüber, dass sie mal wieder diesem „jungen Kerl gezeigt haben, wo der Hammer hängt“.

Zwischen diesen beiden Extremen findet sich die habituelle Gruppe. Man erkennt sie daran:

  1. Sie lieben es, Dinge so zu tun und zu erleben, wie sie es immer schon gewohnt waren. Sie mögen Traditionen und sie wüschen sich keine Veränderungen. Hier fühlen sie sich wohl und sicher.
  2. Oft fehlt ihnen echte Leidenschaft füreinander und für die Gemeinde.  Ihre Beziehung zu Jesus kann dabei sehr stabil sein, weil sie es gewohnt sind, darauf zu achten, aber das Miteinander langweilt sie schon ein wenig und sie könnten nicht eindeutig sagen,warum man sich überhaupt treffen sollte. Auf der anderen Seite haben sie eine große Angst davor, etwas zu verändern, weil das bedeuten könnte, andere zu verlieren oder die eigene Sicherheit aufzugeben. Sie finden sich damit ab, dass ihr Gemeindeleben in einer grauen Suppe vor sich hinköchelt.
  3. Leistungen, die sie erbringen, erfordert oft wenig Mut. Es wird das getan, was innerhalb der eigenen Ressourcen und der eigenen Vorstellungskraft sicher erscheint. Typisch könnte hier der Satz sein: „Es mag sein, dass Jesus uns zu etwas ganz Neuem herausfordert, aber wir können uns das finanziell einfach nicht leisten.
  4. Sie bremsen oft generative Menschen mit sehr geistlich klingenden Argumenten aus.

Ja, vielleicht gibt es noch viel mehr Gruppen (aber findet mal Menschen, die man hier nicht unterbringen kann und fasst sie in Worte).

Für mich stellen sie hier ein paar Fragen, die ich einfach mal unrund so weitergebe:

  1. Wer darf eine Gemeinde leiten? Ist es klug, den Generativen die volle Verantwortung zu übergeben? Warum eigentlich nicht?
  2. Auf wen höre ich, wenn es um neue Wege geht? Wen überhöre ich, wenn kritische Fragen geklärt werden müssen?
  3. Mit wie viel Druck darf ich einer toxische Gruppe oder einzelnen toxischen Menschen den Mund verbieten?

Vielleicht hat ja jemand Lust hier mit- oder weiterzudenken.

Global Christianity

Ich lese gerade „Global Christianity –  a Report on the Size and Distribution of the World’s Christian Population“. Manchmal ist es gut, einfach nur ein paar Zahlen zu hören. Demnach gibt es im Augenblick rund 2,18 Mrd Christen auf der ganzen Welt. Vor 100 Jahren war der christliche Glaube eine Sache, der sich vor allem auf Europa konzentriert hat. Mehr als Zweidrittel der Christen lebten auf unserem Kontinent. 27% waren Amerikaner und die restlichen 6,6% kamen aus dem mittleren oder fernen Osten oder aus Afrika.

Dieses Bild hat sich stark verändert. In Europa leben heute nur noch rund 25% der Christen  und fast 37% in Amerika. Afrika stellt 23% und Asien 13%. Der christliche Glaube ist also schon lang nicht mehr eine Sache der westlichen Welt, sondern ein globales Ding.

Wir sollten uns also mit dem Gedanken vertraut machen, dass unsere Nachbarn im Himmel mit großer Wahrscheinlichkeit eine dunkle Hautfarbe haben werden, Heiligabend keinen Weihnachtsbaum aufstellen und lieber Reis statt Spätzle essen.

Interessant in diesem Zusammenhang ist die Beobachtung, dass unsere Theologie nach wie vor „weiß“ ist, also von Europäern oder Amerikaner geprägt wird. Soweit ich das beobachte, gibt es so gut wie kaum Einfluss auf die westliche, christliche Welt, die aus Asien oder Afrika kommt. Ich bin gespannt, ob sich das in den kommenden Jahren ändern wird.

Dabei bleibt es auch abzuwarten, welchen Einfluss auch die Missionare haben werden, die gerade aus Afrika oder Südamerika zu uns nach Europa kommen, um hier Gemeinden für Europäer zu gründen. Ich bin gespannt, wie stark sie uns mit ihrer Theologie, ihren Traditionen und ihre Art, ihren Glauben zu leben, prägen werden.

Ob es übrigens mehr oder weniger Christen gibt, als noch vor 100 Jahren finde ich schwer zu sagen. Zahlenmäßig gibt es heute deutlich mehr Christen als 1910. Damals waren es rund 600 Mio, heute sind es mehr als 2 Mrd., aber: Der prozentuale Anteil der Christen an der Gesamtbevölkerung ist allerdings um 3% zurückgegangen (1910: 35%; 2010: 32%).

Ein paar Schlaglichter zum Abschluss:

  • Das Christentum hat seine Wurzeln im Mittleren Osten und Nordafrika. Das sind heute die Regionen, in denen es am wenigstens Christen gibt.
  • Nigeria gibt es heute doppelt so viele Christen wie in Deutschland, dem Land der Reformation.
  •  In Brasilien leben doppelt so viele Katholiken wie in Italien.
  •  Jeder dritte Mensch auf der Welt ist Christ.
  •  In 158 Ländern (2/3 aller Länder) ist der christliche Glaube in der Mehrheit.
  •  90% aller Christen leben in einem Land, in dem ihr Glaube in der Mehrheit ist; nur 10% der Christen stellen eine Minderheit in ihrer Heimat dar.

 

 

 

 

 

Konzept

Nach meinem letzten Eintrag zum Thema Heiligabend bekam ich ein paar Mails und Kommentare mit der Frage, wie wir denn nun die Fragen selber beantworten, die ich da in den Raum geworfen haben oder ob ich nicht mal meine Heiligabend-Predigt zuschicken könnte. Da die noch nicht fertig ist, kann ich hier nur unser Konzept anbieten: Heiligabend2011. Vielleicht inspiriert es ja den ein oder anderen.