Brother in arms

Ich habe gerade nach über 20 (?) Jahren zum ersten Mal wieder „brother in arms“ gehört. Nach wie vor eine ganz große Nummer, die mich begeistert, aber vor allem emotional nach wie vor herausfordert. Ich verbinde damit ein paar Situationen in meinem Leben, die hier nicht hingehören. Als ich vorhin den Titel gehört habe, musste ich aber auch an einige Menschen denken, die wirklich wie Brüder und Schwestern für mich waren. Leider waren, denn es gab in der Zwischenzeit einfach zu viele Gräber, zu viele geschlossene Umzugswagen und verletzende Momente, die unseren Freundschaften die Tiefe genommen haben.

Erstaunlich, wie weh manches davon immer noch tut, selbst wenn Jahre dazwischen liegen. Mag sein, dass die Zeit ein paar Wunden heilt, aber mit Sicherheit nicht alle. Narben gehören zu einem echten Leben einfach dazu und auch das Gefühl von Verlassenheit und Einsamkeit.

Einsamkeit.

Ich weiß nicht mehr, wer das war, aber jemand meinte einmal, dass du letzten Endes im Leben immer alleine bist. So ganz glaube ich ihm das nicht, aber ich weiß ganz sicher eins:

Den letzten Weg, den ich einmal gehen werde, muss ich tatsächlich alleine gehen,
aber dort, wo ich hinkomme, werde ich nicht einsam sein.
Ich werde verbunden sein mit meinen Brüdern und Schwestern,
mit meinem Vater und meiner Mutter,
aber vor allem mit dem Einen,
der sein Leben für mich gab,
damit ich lebe.